Unsere Schafe
Wie die Ziegen und Hunde gehören Schafe zu den ältesten Haustieren der Welt. Sie wurden bereits vor etwa 9000 Jahren domestiziert und liefern den Menschen seither Wolle, Milch und Fleisch. Diese robusten und eher anspruchslosen Tiere können die meiste Zeit des Jahres über im Freien leben. Selbst bei starkem Regen bleibt ihre schützende Unterwolle immer warm und trocken. Einmal im Jahr, meistens im April oder Mai, werden sie geschoren und von ihrem Pelz befreit. Die wertvolle Schafwolle ist auch atmungsaktiv und schmutzabweisend.
Im Herbst paaren sich die Schafe und im darauf folgenden Frühling bringt das Muttertier ein oder zwei Lämmer zur Welt. In der Schaffamilie nennt man weibliche Schafe auch „Aue“, die viel größeren männlichen Tiere „Bock“ oder „Widder“ und Jungschafe werden nicht nur als „Lamm“, sondern auch als „Jährling“, „Zutreter“ oder „Zibbe“ bezeichnet. Ein kastrierter Widder heißt „Hammel“.
Wie die Kühe sind Schafe Wiederkäuer und wie die Pferde sind sie Herden- und Fluchttiere. Auch wenn ihre Friedfertigkeit und ihre Geduld sprichwörtlich geworden sind, so ist es doch alles andere als ratsam, einer Schafherde in die Quere zu kommen, wenn sie in Panik gerät. Schafe sind auch keineswegs dumm. Manche sind sogar überaus kreativ und feinfühlig. Sie beweisen uns jeden Tag wieder, dass Schafe durchaus rasch lernen können und kleine Veränderungen schnell zu ihrem Vorteil nutzen.
Zoologisch gesehen gehören sie zur Klasse der Säugetiere und zur Familie der Hornträger (auch wenn manche Schafe – je nach Rasse – oft gar keine Hörner tragen). Sie erreichen ein Alter von zehn bis zwölf, höchstens aber 20 Jahren.






























